CDU Nordost begrüßt Taunussteiner Ablehnung

 

Die Wiesbadener CDU-Verbände Nordost, deren Gebiet die Platte umfaßt und dort an die Gemarkung der Stadt Taunusstein grenzt, begrüßt die Ankündigung der Taunussteiner Fraktionen der CDU, FWG und FDP, aus dem Windkraftprojekt auf dem Taunuskamm auszusteigen. Nach Auffassung des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Ortsbeirat Nordost, Marc C. Dahlen, sei auch die Haltung des Wiesbadener SPD-Fraktionsvorsitzenden Gerich zu dieser Thematik wenig nachvollziehbar, zunächst weitere Prüfungen abzuwarten. „Allein mit Blick auf die Verschandelung des Landschaftsbildes und die Abholzung großer Waldflächen erübrige sich bereits die weitere Planung. Die Politik muss den Mut haben, sich auch frühzeitig eine Meinung zu bilden, wenn bestimmte Kriterien dies zulassen“, so Dahlen.

 

Man sei auch verwundert darüber, dass mit der ESWE Taunuswind GmbH schon eine Betreibergesellschaft gegründet wurde, ohne dass eine abschließende Entscheidung vorliege. Hierdurch würden nur unnötige Kosten produziert.

Die CDU Nordost kritisiert insbesondere, daß die Bewerbung der Landeshauptstadt Wiesbaden als anerkannter Teil des Unesco-Weltkulturerbes mit den Planungen von Windkraftanlagen leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Die ca. 200 Meter hohen Windkrafträder würden das Landschaftsbild so nachhaltig und negativ beeinflussen, dass ein weiteres Bemühen bei der Unesco aussichtslos ist. Auch stimmt man mit der CDU Taunusstein überein, dass der Taunuskamm als Naherholungsgebiet für Spaziergänger, Familien, Kurgäste und Sportbegeisterte in seiner Natürlichkeit unbedingt erhalten bleiben muss. Dahlen betont, dass mit dem Votum keine generelle Absage an die Nutzung von Windkraft verbunden sei. Es dürften jedoch keine Waldflächen zum Opfer fallen. Auch sog. Windbruchflächen seien ungeeignet, weil hier schließlich wieder neuer Wald entstehen soll.

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